RITTER SPORT recht unritterlichWednesday, August 18. 2010RITTER SPORT hatte eine ganz tolle Idee, sie veranstalten einen Fotowettbewerb:
Das "mindestens" war schon das Erste, was mich hat stutzig werden lassen. Also habe ich mir die Teilnahmebedingungen heruntergeladen (PDF; 100KB) und den von Schreib- und Grammatikfehlern nur so strotzenden, sechsseitigen(!) Text durchgelesen, was wohl die wenigsten Teilnehmer machen dürften. Neben den durchaus nachvollziehbaren Klauseln über die Anforderungen an die Bilder (keine Pornographie, kein Hass, kein Rassismus, keine Volksverhetzung) und den üblichen Einschränkungen zugunsten des Veranstalters (freie Wahl der Gewinner, freie Entscheidung über Zulässigkeit von Einsendungen) findet sich die gleiche unspezifische Aussage zum Gewinn:
Aha, "insgesamt mindestens"" also. Was auch immer das bedeuten soll ... In den Abschnitten "10. Datenschutzerklärung" und "11. Rechteeinräumung" geht es dann ordentlich zur Sache. Im Wesentlichen willigt man durch die Einsendung eines Fotos ein, dass RITTER SPORT sämtliche mit der Teilnahme verbundenen persönlichen Daten verwenden, und auch an beliebige Dritte weitergeben darf (speziell genannt sind Zeitungen, Fernseh- und Radiosender) und man tritt sämtliche Verwertungsrechte am einsandten Foto - nicht exklusiv - an RITTER SPORT ab.
Das alles für 120 Tafeln Schokolade im Gegenwert von weniger als 120 € (bei einem Ladenpreis von ca. 0.95 € pro Tafel)? Und dann ist das noch nicht einmal eine Tafel pro Tag!
Auch wenn das vielleicht so klingt, ich bin keineswegs raffgierig. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Teilnehmer an diesem Fotowettbewerb massivst ausgebeutet werden:
Für mich ist das ganz klar Abzocke vom Feinsten. Die Durchführung der gesamten Kampagne und auch des Blogs läuft über die 2008 gegründete Agentur elbkind und deren Mitarbeiter Ben, der die Beiträge schreibt und der Empfänger der Einsendungen ist. Ich hoffe ja, dass er die Schokolade für den Wettbewerb nicht aus der eigenen Tasche bezahlen muss, aber das würde immerhin Einiges erklären. xtranews.de und die Sache mit dem GlashausTuesday, August 17. 2010Ein Tweet von Mario Sixtus, in dem es darum geht, dass das Urheberrecht mißbraucht wird, um Informationen zu unterdrücken, hat mich auf den Artikel "Loveparade-Gutachten: Die Sache mit den Fluchtwegen" verwiesen. Es scheint darum zu gehen, dass die Stadt Duisburg, unter Berufung auf das Urheberrecht, den Machern von xtranews.de verbietet irgendwelche Dokumente offenzulegen. Richtig, scheint, denn lesen kann ich es leider nicht:
Über die Gründe, Besucher zu zwingen zum Lesen eines Artikels Javascript anzuschalten, könnte ich bestenfalls spekulieren. Aber durch eine blödsinnige technische Maßnahme den Zugriff zu einem Artikel zu sperren, in dem man sich wohl über eine juristische Maßnahme einen anderen Artikel zu sperren echauffiert, ist einfach nur FAIL, und zwar sowas von. ★ Einmal mit Profis! ★ Anmerkungen zum DatenschutzDer Abruf obiger Seite von xtranews.de bindet folgende externe Elemente ein und übermittelt damit den jeweiligen Anbietern Zugriffsdaten - wenn keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen wurden. Diese Daten sind die IP-Adresse, die Browserkennung, der URL obiger Seite im Referer, Datum und Uhrzeit und eventuell Cookies, die diese Sites vorher schon gesetzt haben. Diese externen Anbieter sind (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
Icons verapplenFriday, August 13. 2010![]() "Rotten Apple" © 2010 Steff Hoehne Ich wundere mich seit einiger Zeit, dass ich immer wieder Zugriffe auf nicht existierende Bilder auf meinem Blog habe. Es handelt sich dabei um
Nachdem ich heute nun im Quellcode einer Website über die Anweisung
Dort erfährt man interessante Dinge:
Na dann ... Cleaning thumbnails from GNOME desktop cacheTuesday, July 27. 2010
Existing solutions found on the web are based on a rather dumb "find -mtime +n" run that deletes all thumbnails older than n days and even the GNOME solution is based on age and cache size, configurable with gconf-editor:
While this saves disk space it is annoying, as thumbnails of existing images are deleted in favor of younger thumbnails of no longer existing images. This is especially annoying if you have a large archive of images (from a digital camera) and browse directories you haven't viewed quite some time, as all the thumbnails have been deleted and are now recreated. However, the thumbnails contain the original location of the image they were created from in the comment block. So my script cleanthumbs.py retrieves the location of the original image from all thumbnails and checks for their existance. If the original image is not found, the thumbnail is deleted. Setting the value of /desktop/gnome/thumbnail_cache/maximum_age to -1 in gconf-editor disables deleting thumbnails by age and if you have quite some disk space and want fast image browsing, also set /desktop/gnome/thumbnail_cache/maximum_size to -1 and run cleanthumbs.py from time to time. Hope this is helpful. Hardware- und Datenschwund in MinisterienMonday, July 26. 2010Telegraph.co.uk berichtet "Hundreds of laptops owned by Whitehall departments lost or stolen in two years". Im Rahmen des britischen "Freedom of Information" Act hat ein Auskunftsersuchen ergeben, dass
Da ist es nicht verwunderlich, dass Großbritannien laufend von Datenschutzskandalen erschüttert wird. Doch wir in Deutschland sollten nicht zu hämisch in Richtung Insel schielen. In einem Bericht titelte das Hamburger Abendblatt im April 2008 "Hunderte Computer beim Bund gestohlen"
Berühmtestes deutsches Opfer mit gleich zwei Laptops war die damalige Justizminsterin Brigitte Zypries "Mysteriöser Einbruch bei Zypries" (Quelle: Focus Online). Auch Deutschland hat ein Informationsfreiheitsgesetz (Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes). Interessierte können sich also jederzeit aktuelle Daten besorgen, leider ist die Auskunft aber mit bis zu € 500 an Kosten verbunden. Und auch im Nachbarland Österreich werden Politiker anscheinend gezielt bestohlen "Laptops führender Beamter im Umweltministerium gestohlen" und auch sonst geht einiges verloren "Notebook-Schwund in den Ministerien" (Quelle: ORF Futurezone, 2008).
Neben den enormen Kosten, die sich alleine in Deutschland auf ca. eine halbe Million Euro beliefen, enthielten die Geräte auch jede Menge an teilweise vertraulichen Daten. Natürlich betonen alle Ministerien, dass alle Daten geschützt sind, weil sie mit Hardware oder Software verschlüsselt und gesichert sind. Eine Gefahr bestünde daher nicht. Mein Lieblingscomic trifft es ganz präzise:
Posted by Markus Stumpf
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13:32
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Sinnlose und gefährliche Security-Siegel - SiteAnalytics360Friday, July 16. 2010Kürzlich bin ich bei einer Recherche über radabg.com / SiteAnalytics360 gestolpert. Die in Kiev (UA) beheimatete Firma schreibt über sich selbst:
Die Adressen der Bilder haben alle die Form
Das Erste, was mir aufgefallen war ist, dass alle Bilder den gleichen Zeitstempel tragen. In den Bildern steht neben dem Namen der Website "Last check: datum, uhrzeit" und diese Zeitangabe war für alle gleich. Ok, dachte ich mir, sie sammeln die Infos und dann gibt es einen job, der die Bilder anhand der gesammelten Daten rendert und da schreiben sie eben überall den gleichen Zeitstempel rein. Das ist natürlich sehr unsauber, weil niemand weiß, wann der letzte Check wirklich war. Zudem fehlt jegliche Angabe einer Zeitzone. Diese beiden Punkte machen die Zeitangabe komplett wertlos. Bei weiterem rumprobieren bin ich dann auf eine Website einer Bekannten gestossen (siehe Bild rechts). Wie man sehen kann, haben sie diese Website (für meine Zeitzone ca. 2 Stunden) in der Zukunft überprüft und für vollkommen sicher befunden. Das eigentlich Tragische daran ist aber, dass es diese Website gar nicht (und zwar Wochen und Monate nicht mehr) gibt. Das hindert aber SiteAnalytics360 nicht daran, sie regelmäßig zu überprüfen und für sicher zu befinden. Die Bewertung, was so eine Security Analysis und das zugehörige Site Seal wert sind, dürfte nun jeder selbst vornehmen können. Doch das Problem ist viel breiter aufgehängt: Site SealsSoweit ich mich erinnere, haben die SSL-Zertifikatsverkäufer mit diesen sogenannten site seals angefangen. Die Anbieter verschaukeln damit ihre Kunden, indem sie ihnen suggerieren, dass damit die Website des Kunden "vertrauenswürdiger" wird. In Wahrheit ist es aber nur eine Marketingaktion, um kostenlos Werbung für ihren Firmennamen auf Websites von Kunden zu bekommen. Eine Anfrage bei der Suchmaschine der Wahl fördert dann auch schnell eine (abgekürzte) Liste zu Tage:
und viele mehr ... Warum das so ist erklärt keiner der Anbieter. Außer Marketinggefasel findet sich dazu nichts substanzielles, und das hat auch seinen Grund:
Solange diese Siegel nicht vom Browser selbst kommen sind sie vollkommen wertlos.
Natürlich hat jeder Zertifikatsverkäufer in irgendwelchen Klauseln stehen, dass man das Site Seal nicht mißbräuchlich verwenden darf, aber:
Was also passiert ist genau das Gegenteil von dem, was die SSL-Zertifikatsverkäufer suggerieren wollen: Durch die Site Seals werden die Besucher in eine trügerische Sicherheit gewiegt. Sie werden davon abgehalten sich selbst anhand der Informationen, die ihnen ihr Browser liefert, ein reales Bild zu machen und im Zweifelsfall wird der Benutzer einem gefälschten Site Seal mehr Glauben schenken als der Warnung seines Browsers. Hört also bitte - sowohl SSL-Zertifikatsverkäufer als auch Website-Betreiber - mit diesem Blödsinn auf. ★ Einmal mit Profis! ★ Kein Phönix aus dem EisWednesday, July 14. 2010![]() Phoenix's Solar Panel and Robotic Arm Image credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona/Texas A&M University Nachdem die Experten der NASA nach dem harschen Marswinter keinen Kontakt herstellen konnten, bestätigen jetzt Bilder der HiRISE Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter schwere Schäden. Dies veranlasste die NASA den Mars Lander offiziell für tot zu erklären. Wahrscheinlich haben die hunderte Kilogramm gefrorenen Kohldendioxyds, die im Winter auf dem Lander lagen, seine Solarpanels zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Phoenix hat die Wiedererstehung aus dem Eis also leider nicht geschafft. Unter dem Titel "Phoenix: A Tribute" würdigt die NASA den Phoenix mit einem Video über die Highlights der Mission. Dieser Tage hat Microsoft® Research das WorldWide Telescope mit Daten des Mars erweitert, die von verschiedenen Marssonden stammen. Neben Landkarten der Marsoberfläche in Echtfarben, gibt es auch 3-D Berechnungen, die einen virtuellen Überflug des Victoria Crater und Olympus Mons ermöglichen. Summertime ...Sunday, June 13. 2010... and the living is ... strawberry:
Handgepflückte, superreife, aber trotzdem noch feste Erdbeeren, von einem Feld bei Wallersdorf, fernab jeder Straße und zum absoluten Horrorpreis von € 4,90 für 3,5 kg.
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