Cleaning thumbnails from GNOME desktop cacheTuesday, July 27. 2010
Existing solutions found on the web are based on a rather dumb "find -mtime +n" run that deletes all thumbnails older than n days and even the GNOME solution is based on age and cache size, configurable with gconf-editor:
While this saves disk space it is annoying, as thumbnails of existing images are deleted in favor of younger thumbnails of no longer existing images. This is especially annoying if you have a large archive of images (from a digital camera) and browse directories you haven't viewed quite some time, as all the thumbnails have been deleted and are now recreated. However, the thumbnails contain the original location of the image they were created from in the comment block. So my script cleanthumbs.py retrieves the location of the original image from all thumbnails and checks for their existance. If the original image is not found, the thumbnail is deleted. Setting the value of /desktop/gnome/thumbnail_cache/maximum_age to -1 in gconf-editor disables deleting thumbnails by age and if you have quite some disk space and want fast image browsing, also set /desktop/gnome/thumbnail_cache/maximum_size to -1 and run cleanthumbs.py from time to time. Hope this is helpful. Hardware- und Datenschwund in MinisterienMonday, July 26. 2010Telegraph.co.uk berichtet "Hundreds of laptops owned by Whitehall departments lost or stolen in two years". Im Rahmen des britischen "Freedom of Information" Act hat ein Auskunftsersuchen ergeben, dass
Da ist es nicht verwunderlich, dass Großbritannien laufend von Datenschutzskandalen erschüttert wird. Doch wir in Deutschland sollten nicht zu hämisch in Richtung Insel schielen. In einem Bericht titelte das Hamburger Abendblatt im April 2008 "Hunderte Computer beim Bund gestohlen"
Berühmtestes deutsches Opfer mit gleich zwei Laptops war die damalige Justizminsterin Brigitte Zypries "Mysteriöser Einbruch bei Zypries" (Quelle: Focus Online). Auch Deutschland hat ein Informationsfreiheitsgesetz (Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes). Interessierte können sich also jederzeit aktuelle Daten besorgen, leider ist die Auskunft aber mit bis zu € 500 an Kosten verbunden. Und auch im Nachbarland Österreich werden Politiker anscheinend gezielt bestohlen "Laptops führender Beamter im Umweltministerium gestohlen" und auch sonst geht einiges verloren "Notebook-Schwund in den Ministerien" (Quelle: ORF Futurezone, 2008).
Neben den enormen Kosten, die sich alleine in Deutschland auf ca. eine halbe Million Euro beliefen, enthielten die Geräte auch jede Menge an teilweise vertraulichen Daten. Natürlich betonen alle Ministerien, dass alle Daten geschützt sind, weil sie mit Hardware oder Software verschlüsselt und gesichert sind. Eine Gefahr bestünde daher nicht. Mein Lieblingscomic trifft es ganz präzise:
Posted by Markus Stumpf
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Sinnlose und gefährliche Security-Siegel - SiteAnalytics360Friday, July 16. 2010Kürzlich bin ich bei einer Recherche über radabg.com / SiteAnalytics360 gestolpert. Die in Kiev (UA) beheimatete Firma schreibt über sich selbst:
Die Adressen der Bilder haben alle die Form
Das Erste, was mir aufgefallen war ist, dass alle Bilder den gleichen Zeitstempel tragen. In den Bildern steht neben dem Namen der Website "Last check: datum, uhrzeit" und diese Zeitangabe war für alle gleich. Ok, dachte ich mir, sie sammeln die Infos und dann gibt es einen job, der die Bilder anhand der gesammelten Daten rendert und da schreiben sie eben überall den gleichen Zeitstempel rein. Das ist natürlich sehr unsauber, weil niemand weiß, wann der letzte Check wirklich war. Zudem fehlt jegliche Angabe einer Zeitzone. Diese beiden Punkte machen die Zeitangabe komplett wertlos. Bei weiterem rumprobieren bin ich dann auf eine Website einer Bekannten gestossen (siehe Bild rechts). Wie man sehen kann, haben sie diese Website (für meine Zeitzone ca. 2 Stunden) in der Zukunft überprüft und für vollkommen sicher befunden. Das eigentlich Tragische daran ist aber, dass es diese Website gar nicht (und zwar Wochen und Monate nicht mehr) gibt. Das hindert aber SiteAnalytics360 nicht daran, sie regelmäßig zu überprüfen und für sicher zu befinden. Die Bewertung, was so eine Security Analysis und das zugehörige Site Seal wert sind, dürfte nun jeder selbst vornehmen können. Doch das Problem ist viel breiter aufgehängt: Site SealsSoweit ich mich erinnere, haben die SSL-Zertifikatsverkäufer mit diesen sogenannten site seals angefangen. Die Anbieter verschaukeln damit ihre Kunden, indem sie ihnen suggerieren, dass damit die Website des Kunden "vertrauenswürdiger" wird. In Wahrheit ist es aber nur eine Marketingaktion, um kostenlos Werbung für ihren Firmennamen auf Websites von Kunden zu bekommen. Eine Anfrage bei der Suchmaschine der Wahl fördert dann auch schnell eine (abgekürzte) Liste zu Tage:
und viele mehr ... Warum das so ist erklärt keiner der Anbieter. Außer Marketinggefasel findet sich dazu nichts substanzielles, und das hat auch seinen Grund:
Solange diese Siegel nicht vom Browser selbst kommen sind sie vollkommen wertlos.
Natürlich hat jeder Zertifikatsverkäufer in irgendwelchen Klauseln stehen, dass man das Site Seal nicht mißbräuchlich verwenden darf, aber:
Was also passiert ist genau das Gegenteil von dem, was die SSL-Zertifikatsverkäufer suggerieren wollen: Durch die Site Seals werden die Besucher in eine trügerische Sicherheit gewiegt. Sie werden davon abgehalten sich selbst anhand der Informationen, die ihnen ihr Browser liefert, ein reales Bild zu machen und im Zweifelsfall wird der Benutzer einem gefälschten Site Seal mehr Glauben schenken als der Warnung seines Browsers. Hört also bitte - sowohl SSL-Zertifikatsverkäufer als auch Website-Betreiber - mit diesem Blödsinn auf. ★ Einmal mit Profis! ★ Kein Phönix aus dem EisWednesday, July 14. 2010![]() Phoenix's Solar Panel and Robotic Arm Image credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona/Texas A&M University Nachdem die Experten der NASA nach dem harschen Marswinter keinen Kontakt herstellen konnten, bestätigen jetzt Bilder der HiRISE Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter schwere Schäden. Dies veranlasste die NASA den Mars Lander offiziell für tot zu erklären. Wahrscheinlich haben die hunderte Kilogramm gefrorenen Kohldendioxyds, die im Winter auf dem Lander lagen, seine Solarpanels zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Phoenix hat die Wiedererstehung aus dem Eis also leider nicht geschafft. Unter dem Titel "Phoenix: A Tribute" würdigt die NASA den Phoenix mit einem Video über die Highlights der Mission. Dieser Tage hat Microsoft® Research das WorldWide Telescope mit Daten des Mars erweitert, die von verschiedenen Marssonden stammen. Neben Landkarten der Marsoberfläche in Echtfarben, gibt es auch 3-D Berechnungen, die einen virtuellen Überflug des Victoria Crater und Olympus Mons ermöglichen. Summertime ...Sunday, June 13. 2010... and the living is ... strawberry:
Handgepflückte, superreife, aber trotzdem noch feste Erdbeeren, von einem Feld bei Wallersdorf, fernab jeder Straße und zum absoluten Horrorpreis von € 4,90 für 3,5 kg. Spass mit Webspiders IIISunday, June 13. 2010
Ein richtiger Bot meldet sich auch so im User-Agent, mit einer eindeutigen Kennung und Infos, und nicht als Browser. Dann kann ich auch in der robots.txt Datei definieren, ob ich will, dass er meine Seiten abläuft oder nicht.
Gleiches gilt für das Referer-Feld. Das Feld is optional. Wenn man keine Referrer-Info mitschicken will, lässt man das Feld einfach weg. Stattdessen aber Referer: - zu schicken ist einfach nur kompletter Blödsinn. Ich kann es noch ansatzweise verstehen, wenn Google, Microsoft, Yahoo und Co ab und zu mit Browserkennung aufschlagen, um zu sehen, ob die SEOs eine Spezialbehandlung für ihre Bots machen. Aber dann sollten sie auch nicht erkennbar von delegierten IP-Bereichen kommen - wie blöde glauben die eigentlich, dass professionelle SEOs sind? Ich war der PräsidentMonday, May 31. 2010Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger, ich bin der Präsident, schöne Grüße aus Bellevue. Da ist ja auch mein Heli, mit dem flieg' ich gleich davon. Ich werde heute Reden halten, ich hab' die Macht der wahren Worte. Sie halten sich für überflüssig, es geht mir da ganz ähnlich. ![]() Rainald Grebe singt und spielt "Ich bin der Präsident" (via youtube.com) Ich bin extrem erschöpft, ich hab' alles gegeben. Ich mach' jetzt Bubu, vor Gott sind alle gleich. Ich binwar der Präsident ... Ich finde es toll, dass die ganzen Mimosen in der Politik gleich alles hinwerfen, wenn es mal nicht so läuft. Sollten noch viel mehr von denen machen. Kritisieren? Den Bundespräsidenten? Wie respektlos! Tschüß, Horst Köhler ... Mimimi!
Posted by Markus Stumpf
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Der Pirat Tauss geht über die Planke - und die Piraten?Sunday, May 30. 2010
Eine schöne Zusammenfassung und Bewertung des Urteils (zumindest dessen was bisher bekannt ist) findet man bei Telemedicus: "Tauss - Rechtsirrtum oder Pädophiler". Das Gericht sah keine Anhaltspunkte dafür, dass er in "Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten" handelte. In der Pressemitteilung des LG Karlsruhe "Ehemaliger Bundestagsabgeordneter Jörg Tauss wegen Besitzes von kinderpornographischen Schriften u. a. verurteilt" steht dann auch:
Dass Tauss ein "böser Pädophiler" ist, dürften die wenigsten glauben. Dass er das Zeugs besessen hat, hat er nie geleugnet. Dass der Besitz illegal ist, ist auch jedem klar. Es ging in dem Verfahren also nur darum festzustellen,
Die PiratenparteiTauss ist bei Rot über die Ampel gefahren und auch das "☑ send pix or it didn't happen" hatte schon lange den Haken dran. Es ging vor Gericht nur noch darum, wird er dafür bestraft oder nicht. Nicht jedoch "hat er es getan oder nicht", das war schon geklärt und das hatte er auch nicht geleugnet. Dennoch feierte die Piratenpartei den Eintritt von Jörg Tauss als "Erster Pirat im Bundestag", manche, möchte ich sagen, fast geradezu frenetisch. Prinzipiell geändert hat sich an der Sachlage durch das Urteil gegen Tauss nichts. Es sind keine neuen Tatsachen ans Licht gekommen, es gab keine Überraschungen in der Verhandlung. Das Gericht hat entschieden: er hat nicht als MdB gehandelt, sondern als Privatperson. Und nun? Pressemitteilung der Piratenpartei - veröffentlicht am 28. Mai 2010 - "Zum Urteil im Strafverfahren gegen Jörg Tauss":
Kleine typographische Anmerkung: guillemotleft: "«" und guillemotright "»" heissen so,
Obige Pressemitteilung hat das erste WTF? bei mir ausgelöst. Das nächste folgte dann ziemlich bald danach, als ich in "Tauss-Urteil - die mündliche Begründung" lesen musste:
Zwar hat jemand versucht das in den Kommentaren zu relativieren:
Der kannte aber offensichtlich noch nicht die offizielle Pressemitteilung (zu dem Zeitpunkt immerhin fast 12 Stunden alt) und es war ihm wohl nicht bewusst, dass der Beisitzer des Vorstands Herrn Tauss schon zum Gehen aufgefordert hatte. Hier offenbart sich IMHO ein großer Schwachpunkt der "Piraten". Da sie das Image des "lockeren Haufens" pflegen und das "fühl' Dich als Pirat" glauben halt alle, nur weil sie sich als Pirat fühlen, auch im Namen der Piraten zu handeln. Das sind nicht - wie bei den renommierten Parteien - irgendwelche Funktionäre, die einen anderen Flügel der Partei vertreten, sondern das ist Basis-Bodensatz. Erinnert mich irgendwie spontan an Crocodile Management: auftauchen - Maul aufreissen - abtauchen". Der Ärger darüber bleibt aber (hängen). Heute hat Jörg Tauss nun seinen Austritt aus der Piratenpartei erklärt. Begründet hat er ihn damit, dass er "der Sache" nicht schaden wolle. Auch dazu gibt es eine Pressemeldung der Piratenpartei - veröffentlicht am 30. Mai 2010 - "Jörg Tauss erklärt seinen Austritt aus der Piratenpartei":
Schon eine bewegende Sache, oder? "Respektieren" tun sie es also, aber nur weil er die Partei damit unterstützen will. Dann bedankt man sich noch schnell für die "bisherige Zusammenarbeit" und jetzt verpiss' Dich endlich Alter, ey Du nervst jetzt. Und all das, obwohl Tauss das absolute Zugpferd gewesen sein dürfte. Keiner der anderen Parteimitglieder erreicht auch nur annähernd seine Medienpräsenz (na ja, außer vielleicht noch Aaron König, aber das ist eher wenig hilfreich). Meine unmassgebliche MeinungMeine Einstellung zu den Piraten hat sich im Laufe des letzten Jahres massiv geändert, was wohl auch daran liegt, dass die Piraten sich nicht (für mich erkennbar) geändert haben. Ich habe jede Menge Freunde und Bekannte, die sich bei den Piraten engagieren und Mitglieder oder auch nur Sympathisanten sind. Das bringt einfach das Umfeld mit sich. Ich habe aber der Verlockung selbst Mitglied zu werden widerstanden, in bester USENET Manier: "erst mal drüber schlafen, dann antworten". Vorgehensweisen, die 30 Jahre gut waren, werden eben nicht über Nacht schlecht. Heute bin ich froh darüber. Dennoch habe ich die Ziele der Piratenpartei unterstützt, propagiert, für sie argumentiert und diskutiert und nicht zuletzt die Piraten gewählt. Das war gut und wichtig, es hat zu Veränderungen geführt und ich bedauere es nicht. Nach der anfänglichen Euphorie, zeigen sich aber jetzt die Schwachstellen allzu deutlich und eine Lösung ist für mich nicht in Sicht:
Es ist übrigens absolut egal, ob es nun wirklich so ist oder gaaaaanz anders (natürlich!). Es kommt darauf an wie es rüberkommt und darüber, wie es für mich rüberkommt, habe ich geschrieben. Und so wie es rüberkommt haben für mich die Piraten ihre Glaubwürdigkeit als Partei, nicht zuletzt dadurch, wie sie jetzt mit Tauss umgehen, verloren. Als Lobbygruppe mag es noch eine Zeit gehen. Totenflaute. Nichts von wegen "Klar zum Entern", eher "Alle Mann in die Rettungsboote".
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