Google experimentiert mit SSL für die Suchmaschine, die SEOs weinenWednesday, May 26. 2010
Für die Anwender hat das drei direkte Auswirkungen:
Bye bye Suchbegriffe im ReferrerEin weitere Auswirkung, die die Privatsphäre des Benutzers schützt, ist jedoch den Anbietern und hier vor allem den SEO-Leuten ein riesengrosser Dorn im Auge: Klickt ein Benutzer auf einen Link und ruft damit eine neue Seite auf, so überträgt der Browser beim Abruf der neuen Seite, die Adresse (URL) der Seite, von der der Benutzer kommt. Dies ist der sogenannte Referrer. Kommt nun der Benutzer über eine Google Suche, sieht dieser Referrer zB. so aus: http://www.google.de/search?q=telefonabzocke+gewinn+sofort Der Anbieter der Seite kann also sehen, aufgrund welcher Suchbegriffe die Benutzer auf seinen Seiten landen und anhand dieser Informationen kann er (oder die SEO-Leute) versuchen die Seite zu optimieren, so dass noch mehr Leute durch eine Suche bei Google (oder anderen Suchmaschinen) auf der Seite landen. Ärgerlich für die SEO-Leute ist nun, dass aus Sicherheitsgründen die Browser bei einem Wechsel von einer Seite über SSL auf eine ohne SSL keine Referrer-Information mitschicken. Das bedeutet, dass bei einer Suche bei Google über SSL und einem Klick auf ein Suchergebnis, das Ergebnis nicht mehr erfährt, welche Suchbegriffe verwendet wurden. Gut für die Privatsphäre der Nutzer, blöd für die Seitenbetreiber, die natürlich auch prompt schon dicke Krokodilstränen vergiessen. Noch ein paar erklärende Details
Kontrolle im BrowserIm Mozilla Firefox kann man das Senden von Referrer-Information ganz leicht unterbinden. In der URL-Zeile about:config aufrufen und dann nach network.http.sendRefererHeader suchen. Der voreingestellte Wert ist 2. Dies bedeutet, dass Referrer-Information sowohl durch einen Klick auf einen Link, als auch für alle Elemente einer Seite gesendet werden. Setzt man den Wert auf 0, wird gar keine Referrer-Information mehr gesendet, setzt man den Wert auf 1 wird nur beim Klick auf einen Link, jedoch nicht für die Elemente einer Seite der Referrer mitgeschickt.
Die Vertraulichkeit unserer DatenTuesday, May 18. 2010![]() "Datenschutz" ist wieder in aller Munde. Ein böser "Hacker" hat einmal mehr Daten von StudiVZ "geklaut". Na ja, nicht wirklich, er hat nur automatisiert die Daten der Benutzer abgegriffen, die diese bereit waren ihm, einem Mitglied von StudiVZ, zu geben. Getan hat er das mit einem sogenannten Crawler, also einem Programm, das sich von Webseite zu Webseite hangelt, so wie zB. Suchmaschinen das auch tun. Es gibt eine ganze Reihe von sogenannten Personensuchmaschinen, die machen nichts anderes. Sie haben einen Crawler, der Webseiten abruft und sie haben ein data mining Programm, das diese Seiten analysiert, versucht Personeninformationen zu finden und zu extrahieren und danach werden diese Informationen - mehr oder weniger intelligent - gruppiert. Dies passiert mit den zusammengetragenen Benutzerdaten von tausenden von Webseiten. Manche dieser Suchmaschinen bieten ihre Daten öffentlich an (yasni.de, 123people, myONID.de, wink.com, spock.com), andere verkaufen diese Information für viel Geld an Personalabteilungen, die so ihre Bewerber abklopfen. "Normale" Suchmaschinen können das auch ... vielleicht sogar noch besser. Ein Beispiel dafür ist der Social Circle von Google. Dadurch, dass sich Menschen auf verschiedenen Plattformen (XING, Twitter, Facebook, FriendFeed usw.) vernetzen und diese Informationen teilweise öffentlich sind (Friends, Followers), können Suchmaschinen diese Beziehungsinformationen auswerten, Profile erstellen und Verknüpfungsgeflechte generieren. Anhand weiterer Daten (semantisch gekennzeichnete Verweise auf Homepage, Blog, XYZ-Profil) lassen sich derartige plattformübergreifenden Profile sehr gut befüllen und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass, wenn ich bei Google angemeldet bin und eine Suchanfrage mache, mir Google ganz nebenbei mitteilt, dass einer meiner "sozialen Kontakte" gerade einen neuen Artikel in seinem Blog veröffentlicht hat. Dieses data mining ist nicht nur auf Personendaten beschränkt. Manche Firmen haben sich auf Urheberrechtsverletzungen spezialisiert (PicScout), andere überwachen Markennamen (Brandwatch). Allen gemein ist, sie scannen permanent das gesamte Internet (oder versuchen es zumindest) und generieren und speichern verschiedene Arten von Profilen. Social NetworksDer Begriff "Social Networks", wie er im Deutschen gemeinhin verwendet wird, ist falsch. "Social Networking Sites" trifft es schon viel besser und macht den organisatorischen Bezug zu den Mailboxsystemen früherer Zeiten deutlich. Bei einer Social Networking Site handelt es sich um ein mehr oder eher weniger abgeschlossenes System.
Die Vertraulichkeits-Voreinstellungen solcher Systeme sind natürlich immer systemfreundlich: das ganze Internet darf nicht, alle Benutzer des Systems dürfen schon. Klar, soll ja neue Mitglieder anlocken und intern so viel wie möglich bieten. Dass der vorgegaukelte Unterschied zwischen "alle im System" und "das ganze Internet" nur formal existiert (jeder kann Mitglied werden) und gar keinen wirklichen Sinn macht, ist ein Mißverständnis, das sich für viele Teilnehmer nicht oder nur sehr spät (zu spät?) auflöst. Die Voreinstellung sollte immer so eng wie möglich sein, damit der Benutzer bewusst Rechte einräumen muß, widerspricht so aber dem Vernetzungsgedanken. Zudem sollten solche Systeme vom Benutzer frei konfigurierbare Zugriffsbeschränkungen implementieren. Daran scheitern schon sehr viele, die meist nur drei oder vier vordefinierte Gruppen anbieten. Ein weiteres Manko ist oft die Granularität zur Vergabe der Rechte. So kann man ein Bilderalbum (thematische Gruppierung von Bildern) zwar einer Rechtegruppe zuordnen, nicht aber die einzelnen Bilder darin (nocheinmal gesondert).
Ein weiteres Problem tritt mit obigem Beispiel ebenfalls zutage: alle müssen Mitglieder dieses Systems sein, da sonst das System sie nicht identifizieren und authentifizieren kann. Ein "Ich habe die Bilder der Fete unter dem URL ... abgelegt. Benutzername/Passwort zum Anschauen sind ..." funktioniert nicht. Fetenteilnehmer, die nicht im System registriert sind können die Bilder nicht ansehen. Dies führt direkt zu einem weiteren Problem dieser Systeme und der Vertraulichkeit von Daten. Vertrauen
Was nützt es Daten in einem geschlossenen und geschütztem System zu haben, wenn die Personen, die Zugriff darauf haben, (absichtlich oder nicht absichtlich) nicht vertrauenswürdig sind.
Durch die Entnahme der Bilder aus dem Schutz des Systems wurde die Vertraulichkeit der Daten ausgehebelt. Ein weitergehender Verlust der Vertraulichkeit der Daten erfolgt in dem Moment, in dem die externe Person diese per E-Mail erhaltenen Bilder an eigene Freunde weiterschickt, die vielleicht gar nicht auf der Fete waren: "das sind Bilder der tollen Fete, auf der ich am Wochenende war". Der Totalverlust tritt ein, wenn die Bilder ungeschützt in zB. einer Foto-Community veröffentlicht werden. Kopieren verbotenMit dem Slogan "Kopieren verboten" hat eine Firma auf einem Sicherheitskongress vor ein paar Jahren ihr Produkt angepriesen und wollte damit "die Vertraulichkeit Ihrer Dokumente schützen". Sie haben damals meinen Kommentar dazu "was ich sehe gehört mir" nicht verstanden. Das Produkt hat auf Betriebssystembasis verhindert, dass man zB. PDF-Dokumente kopieren kann und sollte damit eine Vertraulichkeit des Dokuments erreichen. Das ist aber zu kurz gedacht. Niemand hat verhindert, dass
Ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell man die Kontrolle über "vertrauliche Daten" verlieren kann, zeigt sich beim Sexting. Damit wird das "sex texting" erotischer Fotos vom eigenen Körper bezeichnet, aufgenommen mit der Fotofunktion des Mobiltelefons und anschließend per MMS direkt verschickt.
Tolle neue Social NetworksNach all der Kritik an den bestehenden Social Networks hat vor allem diaspora* in den letzten Tagen den vollen Medienhype erlebt. Es ist nicht das einzige Projekt, das mit dem Anspruch an den Start geht mehr Datenschutz zu gewährleisten. Eine Liste solcher Projekte wird von der Free Software Foundation (FSF) als Gegenüberstellung verwaltet. Ein paar der Systeme habe ich mir angeschaut. Ich brainstorme selbst seit etwa 3 Jahren an so einem System, denke also ich kann mir hierzu einen Kommentar erlauben
So ein verteiltes System muß also primär Schemata, Protokolle und Abläufe definieren, so dass die verschiedenen Knoten sauber und effizient interagieren können. Dies ist die Herausforderung - danach den Code (egal in welcher Sprache oder welchem Framework) runterzuhacken ist es nicht. Sicher kann man dazu auf bereits bestehende Dinge zurückgreifen, wie OpenID, OAuth, pubsub, ... integrieren muß man es trotzdem sauber und vieles von Grund auf neu machen. Eingangs beschriebene Probleme mit der Vertraulichkeit oder dem Schutz der Daten werden aber auch diese Systeme alle nicht lösen, weil diese Probleme weder systemimmanent sind noch programmatisch gelöst werden können. So, we're doomed
Nein, bei weitem nicht! So wie vor zehn oder zwanzig Jahren die wenigsten von uns damals darüber nachgedacht haben dürften, dass Artikel, die sie im USENET veröffentlicht haben und die regelmässig auf den lokalen Newsservern expired und damit veschwunden waren, plötzlich wieder auftauchen und durchsuchbar sind, so waren und sind viele im Moment noch etwas leichtsinnig, was ihren digitalen Footprint angeht. Da sowohl Soziale Netzwerke als auch für viele das Internet und nicht nur das Konsumieren in Form von Surfen, sondern gerade auch das Publizieren Neuland ist, ist dies auch keineswegs verwunderlich. Das sind Schäden, die nicht wieder gutzumachen sind, aber solange wir alle aus diesen Schäden lernen und ein entsprechendes Bewusstsein entsteht, das anderen Neulingen hilft, diese Fehler erst gar nicht zu begehen, denke ich, ist nicht alles verloren. Man muß sich jedoch immer vor Augen halten:
... und Aussagen wie "The photograph has now been removed from the internet" sind und bleiben nichts als fromme Wünsche von Leuten ohne Realitätsbewusstsein.
Posted by Markus Stumpf
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16:28
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Fuck you Sony Music Entertainment!Friday, April 23. 2010
Das mußte jetzt einfach mal gesagt werden! ... und ja, ich kenne genug Wege, wie ich das trotzdem sehen kann ... was das Ganze noch absurder macht und zeigt, dass sie einfach keinen Plan haben (und es wohl auch nicht mehr lernen werden). ★ Einmal mit Profis! ★ Entenbrust und Austernpilze auf SalatbettSunday, April 18. 2010
Guten Appetit! Those evil utm_ parameters ...Friday, April 16. 2010... get on my nerves for quite some time. As far as I could find out they are used by Google Analytics and represent "The five dimensions of campaign tracking" (Source, Medium, Term, Content, Campaign). As I have written in prior posts, I am not too fond of being tracked, so I wrote this little python snippet, to delete these information from URLs. I use it in a few of my gateway programs and it can be used eg. in an URL filter for the squid proxy (see redirect_program directive). #!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import re
UTM_TAGS = (
u'utm_source',
u'utm_medium',
u'utm_term',
u'utm_content',
u'utm_campaign'
)
utm_re = list()
for ut in UTM_TAGS:
# unescaped form: &utm_name=value
utm_re.append(re.compile(u"([?&]"+ut+u"=[^&]*)"))
# escaped form: &utm_name=value
utm_re.append(re.compile(u"(&"+ut+u"=[^&]*)"))
def unUTM(url):
# check if the URL is parameterized
if 0 <= url.find("?"):
# double the parameter delimiter, so we won't lose it
url = url.replace("?", "??")
for p in utm_re:
url = p.sub(u"", url)
# clean up leftover mess
url = url.replace("??","?").replace("?&", "?").strip("?")
return(url)
Trying to incorporate BlackJack's comments led me to the following code: #!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
import re
UTM_TAGS = (
u'utm_source',
u'utm_medium',
u'utm_term',
u'utm_content',
u'utm_campaign'
)
utm_re = re.compile(u''.join((
u'(^|&(amp;)?)(', # either at start or preceeded by '&' or '&'
u'|'.join(UTM_TAGS), # all tags as alternatives
u'=)[^&]*' # followed by '=' and all chars upto next '&'
)))
def unUTM(url):
# check if the URL is parameterized
if '?' in url:
(url, params) = url.split('?', 1)
params = utm_re.sub(u'', params)
if '' != params:
params = re.compile(u'^&(amp;)?').sub(u'', params)
url = u'?'.join((url, params))
return(url)
Armin 'argv[0]' Gruner has probably the most elegant solution that doesn't even use regex: #!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
from urlparse import parse_qs, urlsplit, urlunsplit
from urllib import urlencode
from cgi import escape
def unUTM(url):
res = urlsplit(url)
if not res.query:
return url
qdict = parse_qs(res.query)
map(lambda key: qdict.pop(key), filter(lambda key: key.startswith('utm_'), qdict.keys()))
res = list(res))
res[3] = escape(urlencode(qdict, doseq=1))
return urlunsplit(res)
Farfalle mit Gemüse-SugoFriday, February 19. 2010
Sugo ist italienisch und bezeichnet eine Sauce, die allerdings recht zähflüssig ist. Das Gemüse für das Sugo habe ich im Backofen zubereitet, man kann es zB. im Sommer auch sehr gut auf dem Grill zubereiten. Da das Gemüse dadurch getrocknet wird intensiviert sich dessen Geschmack. ZutatenOlivenöl, 300 g Champignons (kleine bevorzugt), 400 g Auberginen (etwa eine mittelgroße), 1-2 Karotten, 6 reife Tomaten, Salz, Pfeffer, 1 TL Oregano, 2 Knoblauchzehen, 5 EL Basilikum, 500 g Farfalle, (evtl. 1-2 EL Tomatenmark) ZubereitungDa die Tomaten die Grundlage für das Sugo liefern werden, ist es wichtig, dass man reife Tomaten mit Geschmack verwendet. Sind die Tomaten nicht richtig reif, kann man dem Sugo einen oder zwei EL Tomatenmark zugegen.
Guten Appetit! U900 - Walk Don't Run (Isogabamaware)Thursday, February 11. 2010Nach länger Zeit gibt es mal wieder etwas Kultur. Ich muss euch unbedingt U900, ein japanisches Ukulele Duo präsentieren:
Die beiden machen Musik, die Laune macht. Die Videos dazu sind animiert mit den Strickpuppen des Hasen und des Bären. Alle Videos von 兎野U (Ukulele, Lead Vocal) & 熊野900 (Ukulele, Pianica, Side Vocal und andere) gibt es im YouTube Channel von kerokerokingSX oder mit Bandinfos bei U900 bei MySpace. Hörbefehl: Walk Don't Run (Isogabamaware) Super finde ich auch Jingle Bells und Sleigh Ride. Kanpeki! Fusilli mit Brokkoli, roter Paprika und GorgonzolaThursday, February 11. 2010
Zutaten3 rote Paprikaschoten, 300 g Brokkoli, 3 Knoblauchzehen, 300 g Gorgonzola, 6-8 Stengel (Blatt-)Petersilie, 3 Stengel Frühlingszwiebeln, 3 EL Olivenöl, Salz, schwarzen Pfeffer, Muskat, 500 g Fusili Zubereitung
Guten Appetit!
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